Für Anna Steiling ist Öko nicht gleich langweilig. Sie ist immer auf der Suche nach grüner Mode: Fair produziert, Bio-Baumwolle, ohne giftige Farbstoffe – darauf stellt sie gerade ihren Kleiderschrank um. Doch wie findet man diese Kleidung?
Grüne Mode aus China und Indien

Grüne Mode ohne Formaldehyd, Gift und Ausbeutung – Uli Ott hat eine Boutique, in der es diese Mode gibt.Trotzdem, so sagt sie, erschrecken sich die Kunden manchmal. Denn “wir haben natürlich auch Mode aus China und Indien. Denn gerade dort ist es ja wichtig, dass sich Dinge wie in Bangladesch nicht wiederholen und dass an Ort und Stelle Organisationen sind, die sagen, wollt ihr den Weg mit uns machen?” Anna Steiling findet das gut: “Es gibt ganz viele junge kleine Label. Ich mag die Mode, ich mag die Schnitte, und es ist klasse, dass ich die Sachen kriege mit diesem grünen Hintergrund.”

Info-Box: Der Verbraucher erkennt grüne Mode an der richtigen Zertifizierung. Der „Global Organic Textile Standard” — kurz GOTS ist international als sicher anerkannt. Ebenso wie „Fair Wear” und “Fair Trade”.
Greenpeace warnt vor Etikettenschwindel

Hier sollten sich Kunden aber genau informieren, warnt Greenpeace: “Beispielsweise Ökotex hört sich nach Ökologie und Ethik an, leistet aber in Punkto Umwelt und Soziales überhaupt nicht das, was man bei dem Namen vermutet. Es macht nur Schadstoffprüfungen am fertigen Textil. Die Umweltkatastrophe ist eigentlich bereits vorher passiert.”
Bewusst kaufen

Grüne Mode kostet in etwa so viel wie Markenklamotten. 35 Euro für T-Shirts, Pullis für 70 Euro, Jeans für 100. Anna Steiling gibt nicht mehr Geld für Kleider aus, aber sie kauft weniger. Sie als Verbraucherin entscheidet – und so wird Shoppen zu Politik.
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